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CNC Orientierung
Metallbearbeitung & CNC.

Achsen, Koordinaten und Bezugssysteme. Wähle oben ein Thema oder lies die Inhalte der Reihe nach.

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23 CNC Grundlagen

Kurz erklärt

CNC steht für Computerized Numerical Control: Eine Steuerung bewegt Maschinenachsen nach programmierten Vorgaben.

Eine CNC-Steuerung liest ein Programm, berechnet Bewegungen und steuert Achsen, Spindel sowie Zusatzfunktionen. Sie ersetzt nicht die Verantwortung für Einrichtung, Prüfung und sicheren Ablauf.

Wofür brauche ich das?Für wiederholbare, genaue und komplexe Bearbeitungsabläufe.
PraxisbeispielDas Programm ruft Werkzeug, Nullpunkt, Drehzahl, Vorschub und Fahrwege auf.
Typischer FehlerEin syntaktisch korrektes Programm automatisch für kollisionsfrei zu halten.

Mehr Details

Programm, Maschine, Werkzeugdaten, Werkstückspannung und Nullpunkte bilden ein gemeinsames System.

  • Programm, Werkzeugdaten, Nullpunkte und Spannung bilden gemeinsam den Bearbeitungsprozess.
  • Steuerungssimulation und Probelauf helfen, ersetzen aber keine Kollisionsprüfung.
  • Hersteller- und betriebliche Vorgaben haben Vorrang, weil Codes und Bedienung abweichen können.
Mini-Beispiel & Fachbegriffe

Mini-Beispiel: Das Programm fordert eine Bewegung auf X50 Y20. Die Maschine kann sie nur richtig ausführen, wenn Achsrichtung, Werkstücknullpunkt und Werkzeugkorrektur korrekt eingerichtet sind.

  • CNC: Computerized Numerical Control; rechnergestützte numerische Maschinensteuerung.
  • CNC-Programm: Folge von Datensätzen und Befehlen für einen Bearbeitungsablauf.
  • Steuerung: System, das Programmwerte verarbeitet und Maschinenfunktionen ansteuert.
  • Spindel: Rotierende Maschineneinheit für Werkzeug oder Werkstück.
  • Datensatz: Programmzeile mit zusammengehörenden Adressen und Befehlen.
Sicherheit & wichtige Grenzen

Nullpunkte, Achsrichtungen, Werkzeugdaten und reale Störkonturen vor Bewegungen gemeinsam prüfen. Steuerungsanzeige ersetzt keine Kontrolle des Maschinenraums.

Sicherheitsbereich öffnen →
Vertiefung & Praxis

CNC bedeutet, dass Bewegungen und Funktionen einer Maschine durch numerische Daten gesteuert werden. Das Programm beschreibt Werkzeugwege und Schaltfunktionen; die Steuerung setzt sie zusammen mit Nullpunkten, Korrekturen und Maschinendaten um. CNC ersetzt daher nicht das Verständnis des Prozesses.

Vor einer Bearbeitung müssen Werkstück, Aufspannung, Werkzeugliste, Programmstand und Nullpunkte zusammenpassen. Simulation und Grafik sind wertvolle Prüfmittel, beweisen aber nicht, dass die reale Maschine identisch gerüstet ist. Der sichere Einrichtablauf bleibt notwendig.

Schritt für Schritt
  1. Zeichnung und Bearbeitungsplan verstehen.
  2. Werkstück, Werkzeuge und Spannmittel entsprechend rüsten.
  3. Nullpunkte, Korrekturen und Programmversion kontrollieren.
  4. Simulation, sicherer Probelauf und Maßprüfung durchführen.
Lerncheck

Prüfe dich selbst, bevor du zum nächsten Thema wechselst:

  • Erkläre den Zweck des Themas in eigenen Worten.
  • Nenne die wichtigsten Bezugsgrößen, Einstellungen oder Merkmale.
  • Beschreibe einen sicheren und nachvollziehbaren Prüfweg.
  • Ordne einen typischen Fehler einer möglichen Ursache zu.
Frage, Antwort & Zusatzbegriffe

Kontrollfrage: Welche Aufgaben bleiben trotz CNC bei der Fachkraft?

Antwort: Sie plant und prüft Prozess, Aufspannung, Werkzeuge, Daten und Sicherheit, beurteilt den Lauf und reagiert auf Abweichungen. Die Steuerung führt nur die vorgegebenen Informationen aus.

  • CNC: Computerized Numerical Control; rechnergestützte numerische Maschinensteuerung.
  • NC-Programm: Strukturierte Folge numerischer Anweisungen für eine Maschine.
  • Einrichten: Vorbereiten der Maschine für einen bestimmten Auftrag.
  • Programmstand: Eindeutig gekennzeichnete Version eines Programms.

24 CNC Achsen X/Y/Z

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Kurz erklärt

Achsen beschreiben Bewegungsrichtungen. Bei Fräsmaschinen ist Z meist entlang der Werkzeugspindel; X und Y liegen typischerweise in der Arbeitsebene.

CNC-Achsen beschreiben eindeutige Bewegungsrichtungen. Die linearen Hauptachsen X, Y und Z stehen rechtwinklig zueinander; ihre tatsächliche Anordnung hängt von der Maschinenbauart ab.

Wofür brauche ich das?Ohne Achsenverständnis kannst du Fahrwege und Vorzeichen nicht sicher beurteilen.
PraxisbeispielZ+ fährt bei einer typischen Vertikalfräse vom Werkstück weg.
Typischer FehlerFräs- und Drehmaschinenlogik oder Bedienerblick und Maschinenkoordinate zu vermischen.

Mehr Details

Die positive Richtung folgt der Maschinenkonvention und wird an der realen Maschine geprüft. Drehmaschinen verwenden häufig X für Durchmesser und Z für Länge.

  • Z-Achse verläuft grundsätzlich parallel zur Hauptspindelachse.
  • Positive Richtung und Werkstückansicht nach Maschinenkoordinatensystem bestimmen, nicht nach Bauchgefühl.
  • Drehachsen werden häufig mit A, B oder C bezeichnet und drehen um X, Y oder Z.
Mini-Beispiel & Fachbegriffe

Mini-Beispiel: Bei einer typischen Fräsmaschine bewegt X links/rechts, Y vor/zurück und Z vom Werkstück weg beziehungsweise darauf zu – die konkrete Maschinenkinematik prüfen.

  • Maschinenachse: Definierte Bewegungsrichtung einer Maschine.
  • X-Achse: Erste lineare Hauptachse im kartesischen Koordinatensystem.
  • Y-Achse: Zweite lineare Hauptachse, rechtwinklig zu X und Z.
  • Z-Achse: Lineare Hauptachse parallel zur Hauptspindelachse.
  • Drehachse: Rotatorische Achse um eine lineare Hauptachse.
  • Maschinenkinematik: Anordnung und Zusammenwirken der bewegten Maschinenkomponenten.
Sicherheit & wichtige Grenzen

Nullpunkte, Achsrichtungen, Werkzeugdaten und reale Störkonturen vor Bewegungen gemeinsam prüfen. Steuerungsanzeige ersetzt keine Kontrolle des Maschinenraums.

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Vertiefung & Praxis

X, Y und Z beschreiben lineare Bewegungsrichtungen im Maschinenkoordinatensystem. Die konkrete positive Richtung richtet sich nach Maschinenart und Normkonzept. Bei Fräsmaschinen ist Z typischerweise an der Werkzeugspindel orientiert; bei Drehmaschinen werden meist X und Z verwendet.

Entscheidend ist die Relativbewegung zwischen Werkzeug und Werkstück. Je nach Maschine bewegt sich Tisch, Spindelkopf oder Schlitten. Wer nur auf das bewegte Bauteil schaut, kann das Vorzeichen falsch deuten; Achsanzeige und Maschinenunterlagen geben Klarheit.

Schritt für Schritt
  1. Maschinenbild und Achsschilder ansehen.
  2. Positive Achsrichtungen über Handbetrieb mit sicherem Abstand prüfen.
  3. Werkzeugbewegung relativ zur Werkstückkontur denken.
  4. Vorzeichen jedes Programmwegs vor Automatikbetrieb kontrollieren.
Lerncheck

Prüfe dich selbst, bevor du zum nächsten Thema wechselst:

  • Erkläre den Zweck des Themas in eigenen Worten.
  • Nenne die wichtigsten Bezugsgrößen, Einstellungen oder Merkmale.
  • Beschreibe einen sicheren und nachvollziehbaren Prüfweg.
  • Ordne einen typischen Fehler einer möglichen Ursache zu.
Frage, Antwort & Zusatzbegriffe

Kontrollfrage: Warum kann die Tischbewegung optisch der programmierten Werkzeugbewegung widersprechen?

Antwort: Bewegt die Maschine den Tisch, fährt der Tisch in Gegenrichtung – so entsteht die gewünschte Relativbewegung des Werkzeugs zum Werkstück. Das Koordinatenprogramm beschreibt dennoch die definierte Bewegung des Werkzeugs relativ zum Werkstück.

25 Koordinatensystem

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Kurz erklärt

Ein Koordinatensystem beschreibt Positionen mit Zahlenwerten entlang definierter Achsen.

Ein Koordinatensystem ordnet jedem Punkt eindeutige Zahlenwerte zu. CNC-Programme verwenden diese Werte, um Zielpositionen und Wege zu beschreiben.

Wofür brauche ich das?Damit Zeichnung, Programm und Maschine dieselbe Position meinen.
PraxisbeispielX20 Y10 Z-5 beschreibt eine Position relativ zum aktiven Bezugssystem.
Typischer FehlerVorzeichen, Einheit oder aktives Bezugssystem nicht zu prüfen.

Mehr Details

Maschinen-, Werkstück- und lokale Koordinaten können gleichzeitig existieren. Die Anzeige muss richtig interpretiert werden.

  • Vorzeichen bestimmen die Richtung vom gewählten Ursprung.
  • Werkzeugposition und programmierter Werkstückpunkt sind über Nullpunkte und Korrekturen miteinander verknüpft.
  • Koordinaten immer zusammen mit aktivem Maßmodus, Ebene und Bezugssystem lesen.
Mini-Beispiel & Fachbegriffe

Mini-Beispiel: Der Punkt X30 Y-10 Z5 liegt 30 mm in positiver X-, 10 mm in negativer Y- und 5 mm in positiver Z-Richtung vom aktiven Ursprung.

Sicherheit & wichtige Grenzen

Nullpunkte, Achsrichtungen, Werkzeugdaten und reale Störkonturen vor Bewegungen gemeinsam prüfen. Steuerungsanzeige ersetzt keine Kontrolle des Maschinenraums.

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Vertiefung & Praxis

Ein Koordinatensystem ordnet jedem Punkt eindeutige Zahlenwerte zu. CNC-Maschinen verwenden mehrere Bezüge: Maschinenkoordinaten, Werkstückkoordinaten und manchmal lokale oder verschobene Systeme. Die Anzeige muss deshalb immer zusammen mit dem aktiven Bezug gelesen werden.

Ein Punkt ist nur dann vollständig beschrieben, wenn Achsen, Einheit, Bezug und Maßart bekannt sind. X20 kann im Maschinenkoordinatensystem, in G54 oder inkremental etwas völlig anderes bedeuten. Klare Bezugsketten verhindern solche Missverständnisse.

Schritt für Schritt
  1. Aktives Koordinatensystem und Einheit feststellen.
  2. Ursprung und positive Achsrichtungen zuordnen.
  3. Zeichnungsmaße in eindeutige Koordinaten übertragen.
  4. Punkte durch Vergleich mit Anzeige oder Simulation prüfen.
Lerncheck

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  • Erkläre den Zweck des Themas in eigenen Worten.
  • Nenne die wichtigsten Bezugsgrößen, Einstellungen oder Merkmale.
  • Beschreibe einen sicheren und nachvollziehbaren Prüfweg.
  • Ordne einen typischen Fehler einer möglichen Ursache zu.
Frage, Antwort & Zusatzbegriffe

Kontrollfrage: Welche Angaben braucht eine CNC-Koordinate außer ihrem Zahlenwert?

Antwort: Mindestens die Achse, den aktiven Ursprung, die Einheit und die Maßart absolut oder inkremental. Erst dann ist ihre geometrische Bedeutung eindeutig.

26 Maschinennullpunkt

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Kurz erklärt

Der Maschinennullpunkt ist ein vom Hersteller festgelegter Bezug des Maschinenkoordinatensystems.

Der Maschinennullpunkt ist ein vom Hersteller festgelegter Bezug der Maschine. Er bildet die Grundlage für interne Positionen, Verfahrgrenzen und weitere Koordinatensysteme.

Wofür brauche ich das?Die Steuerung kennt damit Achspositionen und Verfahrgrenzen.
PraxisbeispielNach dem Referenzieren ist die Maschinenposition eindeutig bekannt.
Typischer FehlerMaschinennullpunkt und frei gewählten Werkstücknullpunkt gleichzusetzen.

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Je nach Messsystem muss eine Referenzfahrt erfolgen. Vorgehen und Bezeichnungen sind maschinenabhängig.

  • Maschinennullpunkt nicht mit Werkstücknullpunkt verwechseln.
  • Nach dem Einschalten kann je nach Maschine eine Referenzfahrt notwendig sein.
  • Maschinenkoordinaten helfen beim Einrichten und Prüfen von Verfahrwegen.
Mini-Beispiel & Fachbegriffe

Mini-Beispiel: Zwei unterschiedliche Werkstücke besitzen verschiedene Werkstücknullpunkte, beziehen sich intern aber auf dasselbe feste Maschinenkoordinatensystem.

Sicherheit & wichtige Grenzen

Nullpunkte, Achsrichtungen, Werkzeugdaten und reale Störkonturen vor Bewegungen gemeinsam prüfen. Steuerungsanzeige ersetzt keine Kontrolle des Maschinenraums.

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Vertiefung & Praxis

Der Maschinennullpunkt ist ein vom Hersteller festgelegter Ursprung des Maschinenkoordinatensystems. Er dient der Steuerung als feste räumliche Referenz. Anwenderprogramme arbeiten gewöhnlich nicht direkt mit ihm, sondern mit daraus abgeleiteten Werkstücknullpunkten.

Nach dem Einschalten muss die Maschine je nach Messsystem referenziert werden, damit die Steuerung ihre Achslage kennt. Maschinennullpunkt, Referenzpunkt und Werkzeugwechselposition sind verschiedene Begriffe und dürfen nicht gleichgesetzt werden.

Schritt für Schritt
  1. Maschine nach Betriebsanleitung einschalten und referenzieren.
  2. Maschinenkoordinaten in der Anzeige eindeutig erkennen.
  3. Werkstückbezug als Abstand zum Maschinenbezug erfassen.
  4. Grenzen und sichere Positionen nicht mit dem Nullpunkt verwechseln.
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  • Nenne die wichtigsten Bezugsgrößen, Einstellungen oder Merkmale.
  • Beschreibe einen sicheren und nachvollziehbaren Prüfweg.
  • Ordne einen typischen Fehler einer möglichen Ursache zu.
Frage, Antwort & Zusatzbegriffe

Kontrollfrage: Warum wird der Maschinennullpunkt normalerweise nicht für jedes Werkstück neu gesetzt?

Antwort: Er ist Teil der Maschinengeometrie und bildet den festen Ausgangspunkt für Verfahrbereich und weitere Bezüge. Werkstückwechsel werden über Nullpunktverschiebungen abgebildet.

27 Werkstücknullpunkt

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Kurz erklärt

Der Werkstücknullpunkt ist der gewählte Bezug für Zeichnungsmaße und Programmkoordinaten.

Der Werkstücknullpunkt ist der programmbezogene Ursprung am Bauteil. Seine Lage sollte aus Zeichnung, Spannung und Bearbeitungsstrategie logisch gewählt werden.

Wofür brauche ich das?Damit Maße einfach und nachvollziehbar programmiert werden können.
PraxisbeispielX0 Y0 liegt an einer Werkstückecke, Z0 auf der Oberseite.
Typischer FehlerNullpunkt falsch anzutasten oder die falsche Aufspannung zuzuordnen.

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Die Nullpunktverschiebung verbindet Maschinenkoordinaten mit dem gewünschten Werkstückbezug.

  • Nullpunkt eindeutig dokumentieren und gegen die tatsächliche Aufspannung prüfen.
  • Antastwert, Tasterradius und Übernahmerichtung korrekt berücksichtigen.
  • Fehler im Nullpunkt verschieben alle davon abhängigen Konturen.
Mini-Beispiel & Fachbegriffe

Mini-Beispiel: Liegt Z0 auf der Werkstückoberseite und wird der Wert 2 mm zu tief gesetzt, können alle programmierten Z-Tiefen 2 mm tiefer als geplant ausfallen.

Sicherheit & wichtige Grenzen

Nullpunkte, Achsrichtungen, Werkzeugdaten und reale Störkonturen vor Bewegungen gemeinsam prüfen. Steuerungsanzeige ersetzt keine Kontrolle des Maschinenraums.

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Vertiefung & Praxis

Der Werkstücknullpunkt verbindet die Zeichnung mit der realen Aufspannung. Er wird an einer eindeutig erreichbaren und wiederholbaren Stelle gewählt, etwa an einer Ecke, Mitte oder Stirnfläche. Von dort aus beschreibt das Programm die Kontur.

Antasten, Messtaster oder Einstellgerät liefern Messwerte, die korrekt in den vorgesehenen Nullpunktspeicher übernommen werden müssen. Ein richtiges Programm mit falschem Werkstücknullpunkt fährt die gesamte Bahn versetzt – deshalb gehört der Bezug zu den wichtigsten Prüfungen.

Schritt für Schritt
  1. Zeichnungsursprung und reale Bezugsflächen festlegen.
  2. Werkstück sicher spannen und Flächen reinigen.
  3. Nullpunkt mit freigegebenem Verfahren in allen Achsen erfassen.
  4. Speicherplatz, Vorzeichen und Plausibilität vor dem Lauf kontrollieren.
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  • Nenne die wichtigsten Bezugsgrößen, Einstellungen oder Merkmale.
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  • Ordne einen typischen Fehler einer möglichen Ursache zu.
Frage, Antwort & Zusatzbegriffe

Kontrollfrage: Warum ist der Werkstücknullpunkt sicherheitsrelevant?

Antwort: Er verschiebt alle programmierten Koordinaten in den realen Maschinenraum. Ein falscher Wert kann Werkzeug, Werkstück oder Spannmittel direkt in Kollisionslage bringen.

  • Antasten: Ermitteln einer Werkstückposition durch kontrollierten Kontakt.
  • Messtaster: Schaltendes Messsystem zur Positions- oder Merkmalsbestimmung.
  • Bezugsfläche: Festgelegte Fläche für Lage und Messung.
  • Nullpunktfehler: Abweichung zwischen vorgesehenem und tatsächlich gespeichertem Ursprung.

28 G54 / G55 / G56 einfach erklärt

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Kurz erklärt

Bei vielen Steuerungen wählen G54, G55 und G56 verschiedene gespeicherte Werkstücknullpunkte.

G54, G55 und G56 wählen bei vielen Steuerungen unterschiedliche gespeicherte Werkstückkoordinatensysteme. So können mehrere Spannlagen oder Werkstücke mit einem Programm angesprochen werden.

Wofür brauche ich das?Für mehrere Aufspannungen oder Werkstücke mit eigenen Bezugssystemen.
PraxisbeispielG54 gehört zu Werkstück A, G55 zu Werkstück B.
Typischer FehlerDen falschen Nullpunkt aktiv zu lassen oder Werte in der falschen Tabelle zu ändern.

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Diese Bedeutung ist weit verbreitet, aber Speicherplätze, Syntax und Verhalten können je nach Steuerung abweichen.

  • Vor Start prüfen, welcher Nullpunkt im Programm aufgerufen und welcher Wert darin gespeichert ist.
  • Bezeichnungen und Verhalten können steuerungsabhängig sein; Maschinenhandbuch beachten.
  • Nullpunktwechsel im Programm bewusst setzen und nach Unterprogrammen kontrollieren.
Mini-Beispiel & Fachbegriffe

Mini-Beispiel: Auf einem Tisch liegen zwei gleiche Teile. G54 beschreibt den Ursprung des linken, G55 den des rechten Teils; die Kontur kann anschließend identisch programmiert werden.

  • G54: Häufig verwendete Auswahl der ersten Werkstücknullpunktverschiebung.
  • G55: Häufig verwendete Auswahl einer weiteren Werkstücknullpunktverschiebung.
  • G56: Weitere mögliche Werkstücknullpunktverschiebung.
  • Nullpunktspeicher: Steuerungsbereich für gespeicherte Werkstückbezüge.
  • Spannlage: Definierte Lage und Orientierung eines Werkstücks in der Aufspannung.
Sicherheit & wichtige Grenzen

Nullpunkte, Achsrichtungen, Werkzeugdaten und reale Störkonturen vor Bewegungen gemeinsam prüfen. Steuerungsanzeige ersetzt keine Kontrolle des Maschinenraums.

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Vertiefung & Praxis

G54, G55 und G56 bezeichnen bei vielen Steuerungen verschiedene Werkstück-Koordinatensysteme. Darin liegen Verschiebungswerte vom Maschinenbezug zum jeweiligen Werkstückursprung. So können mehrere Spannplätze oder Bauteile mit demselben Grundprogramm bearbeitet werden.

Welche Codes und Speicherstrukturen verfügbar sind, hängt von Steuerung und Maschinenkonfiguration ab. Vor Start wird geprüft, welcher Nullpunkt aktiv ist und ob seine Werte zum aktuellen Spannplatz gehören. Ein bloßer Name wie „G54“ bestätigt noch nicht die Richtigkeit.

Schritt für Schritt
  1. Spannplätze und zugehörige Nullpunkte eindeutig kennzeichnen.
  2. Verschiebungswerte mit freigegebenem Messverfahren erfassen.
  3. Im Programm den vorgesehenen Nullpunkt aktivieren.
  4. Aktive Anzeige und Werte vor Einzelsatz/Probelauf kontrollieren.
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  • Nenne die wichtigsten Bezugsgrößen, Einstellungen oder Merkmale.
  • Beschreibe einen sicheren und nachvollziehbaren Prüfweg.
  • Ordne einen typischen Fehler einer möglichen Ursache zu.
Frage, Antwort & Zusatzbegriffe

Kontrollfrage: Was ist der praktische Vorteil mehrerer Werkstücknullpunkte?

Antwort: Mehrere Werkstücke oder Bearbeitungsseiten können eigene Ursprünge besitzen. Das Programm bleibt übersichtlich und die reale Lage wird über den passenden Speicher zugeordnet.

29 Absolutmaß G90

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Kurz erklärt

Im Absolutmaß beziehen sich Positionsangaben auf den aktiven Nullpunkt.

Im Absolutmaß beziehen sich programmierte Koordinaten auf den aktiven Ursprung. Jeder Zielpunkt ist dadurch unabhängig von der zuletzt angefahrenen Position beschrieben.

Wofür brauche ich das?Positionen bleiben direkt mit Zeichnungskoordinaten vergleichbar.
PraxisbeispielG90 X50 fährt zur Position X50 des aktiven Bezugssystems.
Typischer FehlerZu glauben, X50 bedeute immer 50 mm Bewegung ab der aktuellen Position.

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G90 ist auf vielen Steuerungen modal. Der Zustand bleibt aktiv, bis er geändert wird.

  • G90 ist bei vielen Steuerungen modal und bleibt aktiv, bis ein anderer Maßmodus gewählt wird.
  • Koordinaten mit Zeichnung und aktivem Werkstücknullpunkt vergleichen.
  • Nach Unterprogrammen oder manuellen Eingriffen aktiven Modus kontrollieren.
Mini-Beispiel & Fachbegriffe

Mini-Beispiel: Von beliebiger Startposition fährt X50 im Absolutmaß zum Punkt X = 50 mm des aktiven Werkstückkoordinatensystems.

  • Absolutmaß: Positionsangabe bezogen auf einen festen Ursprung.
  • G90: Bei vielen Steuerungen Befehl zur Auswahl absoluter Maßangaben.
  • Zielpunkt: Programmierte Endposition einer Bewegung.
  • Modal: Befehl bleibt wirksam, bis er geändert oder aufgehoben wird.
Sicherheit & wichtige Grenzen

Nullpunkte, Achsrichtungen, Werkzeugdaten und reale Störkonturen vor Bewegungen gemeinsam prüfen. Steuerungsanzeige ersetzt keine Kontrolle des Maschinenraums.

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Vertiefung & Praxis

G90 steht bei vielen Steuerungen für absolute Maßangaben. Jede programmierte Zielposition bezieht sich dann auf den Ursprung des aktiven Koordinatensystems. Eine Änderung an einem Satz beeinflusst nicht automatisch die Zahlenwerte der folgenden Ziele.

Absolute Programmierung lässt sich gut mit Koordinatenmaßen einer Zeichnung vergleichen. Trotzdem muss der aktive Nullpunkt stimmen. Außerdem können einzelne Funktionen, Zyklen oder Achsen steuerungsspezifische Regeln haben; das Programmierhandbuch bleibt maßgeblich.

Schritt für Schritt
  1. Aktiven Werkstücknullpunkt und Einheit prüfen.
  2. Jeden Konturpunkt als Koordinate vom Ursprung bestimmen.
  3. G90 eindeutig setzen, wenn der sichere Ausgangszustand verlangt wird.
  4. Zielpunkte grafisch oder rechnerisch auf Plausibilität kontrollieren.
Lerncheck

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  • Erkläre den Zweck des Themas in eigenen Worten.
  • Nenne die wichtigsten Bezugsgrößen, Einstellungen oder Merkmale.
  • Beschreibe einen sicheren und nachvollziehbaren Prüfweg.
  • Ordne einen typischen Fehler einer möglichen Ursache zu.
Frage, Antwort & Zusatzbegriffe

Kontrollfrage: Welchen Vorteil hat G90 bei der Fehlersuche?

Antwort: Jeder Zielpunkt kann direkt gegen den festgelegten Ursprung geprüft werden. Ein fehlerhafter Punkt verschiebt nicht automatisch alle späteren Punkte wie bei einer Kette von Wegangaben.

  • Absolutmaß: Koordinate bezogen auf einen gemeinsamen Ursprung.
  • Zielposition: Vom Programmsatz angeforderter Endpunkt einer Bewegung.
  • Modal: Wirksam bleibend, bis eine andere Funktion die Einstellung ersetzt.
  • Koordinatenmaß: Bemaßung von Punkten von einem gemeinsamen Bezug aus.

30 Inkrementalmaß G91

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Kurz erklärt

Im Inkrementalmaß beschreibt die Angabe eine Bewegung relativ zur aktuellen Position.

Im Inkrementalmaß beschreibt eine Koordinate den Weg ab der aktuellen Position. Wiederholte gleiche Befehle erzeugen daher wiederholte gleich große Bewegungen.

Wofür brauche ich das?Für wiederkehrende Abstände oder bewusst relative Bewegungen.
PraxisbeispielG91 X10 bedeutet typischerweise 10 mm in positiver X-Richtung weiter.
Typischer FehlerG91 unbeabsichtigt aktiv zu lassen und nachfolgende Absolutkoordinaten relativ auszuführen.

Mehr Details

Relativbewegungen sind praktisch, können Fehler aber fortschreiben. Nach Verwendung den gewünschten Maßmodus eindeutig setzen.

  • Aktuelle Position ist der Bezug für den nächsten Weg.
  • Unbeabsichtigt aktives G91 kann nachfolgende Bewegungen stark verfälschen.
  • Vor Rückkehr zum Hauptprogramm den erwarteten Maßmodus eindeutig wiederherstellen.
Mini-Beispiel & Fachbegriffe

Mini-Beispiel: Steht die Achse auf X20 und wird in G91 X10 programmiert, endet sie bei X30. Ein weiterer gleicher Satz führt zu X40.

  • Inkrementalmaß: Wegangabe relativ zur aktuellen Position.
  • G91: Bei vielen Steuerungen Befehl zur Auswahl inkrementaler Maßangaben.
  • Inkrement: Schritt oder Änderung gegenüber dem aktuellen Wert.
  • Aktuelle Position: Momentane von der Steuerung geführte Achsposition.
Sicherheit & wichtige Grenzen

Nullpunkte, Achsrichtungen, Werkzeugdaten und reale Störkonturen vor Bewegungen gemeinsam prüfen. Steuerungsanzeige ersetzt keine Kontrolle des Maschinenraums.

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Vertiefung & Praxis

G91 steht bei vielen Steuerungen für inkrementale Angaben. Ein programmierter Wert beschreibt den Weg von der aktuellen Position zur nächsten. X10 bedeutet dann beispielsweise zehn Einheiten in positiver X-Richtung – unabhängig von der absoluten Ausgangskoordinate.

Inkrementale Angaben sind praktisch für Wiederholbewegungen oder Teilungen, können aber Fehler fortschreiben. Eine ausgelassene oder falsche Bewegung verändert den Ausgangspunkt aller folgenden Inkremente. Der Wechsel zwischen G90 und G91 muss deshalb sichtbar und bewusst erfolgen.

Schritt für Schritt
  1. Aktuelle Ausgangsposition eindeutig kennen.
  2. Benötigten Weg und Vorzeichen je Achse bestimmen.
  3. G91 nur für den klar abgegrenzten Programmteil aktivieren.
  4. Danach gewünschten Maßmodus ausdrücklich wiederherstellen und prüfen.
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  • Erkläre den Zweck des Themas in eigenen Worten.
  • Nenne die wichtigsten Bezugsgrößen, Einstellungen oder Merkmale.
  • Beschreibe einen sicheren und nachvollziehbaren Prüfweg.
  • Ordne einen typischen Fehler einer möglichen Ursache zu.
Frage, Antwort & Zusatzbegriffe

Kontrollfrage: Warum ist ein vergessener Wechsel von G91 zurück zu G90 gefährlich?

Antwort: Nachfolgende vermeintliche Zielkoordinaten werden als Wege interpretiert. Dadurch kann die Maschine weit außerhalb der erwarteten Kontur verfahren.

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