Formel verstehen Strangspannung
- Temperaturfaktor (β in %/K, negativ)k = 1 + β · (ϑ − 25 °C)
- Kalt: höchste LeerlaufspannungUOC,max = n · UOC,STC · kkalt
- Heiß: kleinste MPP-SpannungUMPP,min = n · UMPP,STC · kheiß
- Vergleich mit dem WechselrichterUOC,max ≤ UDC,max und UMPP,min ≥ UMPP,WR,min
STC heißt Standard-Testbedingungen: 1000 W/m² Einstrahlung, 25 °C Zelltemperatur. Für diese Werte gilt das Datenblatt. Der Temperaturkoeffizient β sagt, um wie viel Prozent sich die Spannung je Kelvin ändert: β = −0,28 %/K heißt, bei 35 K unter 25 °C steigt die Spannung um 35 · 0,28 % = 9,8 %.
Wie viele Module passen in einen Strang?
Höchstens: nmax = UDC,max / (UOC,STC · kkalt) – immer abrunden, sonst wird die Grenze überschritten.
Mindestens: nmin = UMPP,WR,min / (UMPP,STC · kheiß) – immer aufrunden, sonst fällt die Spannung im Sommer unter den MPP-Bereich.
Liegt der Strang bei Kälte mit seiner MPP-Spannung über dem MPP-Bereich, arbeitet der Wechselrichter nicht mehr im besten Punkt. Das kostet etwas Ertrag, ist aber nicht gefährlich – gefährlich ist nur eine zu hohe Leerlaufspannung.
Lernmodell: Spannung ändert sich linear mit der Temperatur, ohne Einfluss der Einstrahlung; tiefste Modultemperatur −10 °C als Lernwert (in kalten Lagen tiefer ansetzen). Die Modultemperatur ist in praller Sonne deutlich höher als die Lufttemperatur. Ströme werden hier nicht geprüft.