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Werkzeuge & Messmittel
Metallbearbeitung & CNC.

Feile, Säge, Messschieber und Mikrometerschraube sicher einsetzen und richtig ablesen. Wähle oben ein Thema oder lies die Inhalte der Reihe nach.

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5 Themen

01 Feilen

Kurz erklärt

Feilen ist ein spanendes Verfahren, bei dem mit einer Feile von Hand kleine Materialmengen abgetragen werden.

Die vielen Zähne der Feile schneiden bei jedem Vorwärtshub kleine Späne ab. Feilenform und Hieb (Zahngröße) bestimmen, wie grob oder fein bearbeitet wird.

Wofür brauche ich das?Um Kanten zu brechen, Maße fein anzupassen oder Oberflächen von Hand nachzuarbeiten.
PraxisbeispielNach dem Sägen wird eine scharfe Kante mit wenigen Feilstrichen gebrochen, damit sich niemand daran schneidet.
Typischer FehlerOhne sauberen, geraden Feilstrich arbeiten – dadurch entsteht eine gewölbte statt einer ebenen Fläche.

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Feilen unterscheiden sich in Form (flach, rund, halbrund, dreikant) und im Hieb: grob für schnellen Materialabtrag, fein für eine glatte Oberfläche. Das Werkstück muss beim Feilen sicher gespannt sein, meist im Schraubstock.

  • Werkstück so im Schraubstock spannen, dass die Backenoberkante etwa auf Ellbogenhöhe liegt, damit die Feile waagrecht geführt werden kann.
  • Beim Vorwärtshub wird geschnitten, beim Rückwärtshub die Feile entlastet.
  • Regelmäßig mit der Feilenbürste reinigen, damit sich keine Späne festsetzen.
Mini-Beispiel & Fachbegriffe

Mini-Beispiel: Ein gesägtes Flachstück wird zuerst grob überfeilt, um Maß und Ebenheit herzustellen, danach mit einer feineren Feile für eine glatte Oberfläche nachgearbeitet.

  • Feile: Handwerkzeug mit vielen Zähnen zum spanenden Abtragen kleiner Materialmengen von Hand.
  • Feilenhieb: Anordnung und Grobheit der Zähne einer Feile, z. B. grob, mittel oder fein.
  • Grat: Scharfer, unerwünschter Materialüberstand an einer bearbeiteten Kante.
  • Entgraten: Entfernen oder Brechen scharfer Materialüberstände.
  • Schraubstock: Häufigstes Spannmittel am Werktisch; hält Werkstücke für Feilen, Sägen oder Anreißen sicher fest.
Sicherheit & wichtige Grenzen

Feilen ohne festen Griff oder Heft können abrutschen und Verletzungen an der Hand verursachen. Nur Feilen mit intaktem Heft verwenden und Werkstück sicher spannen.

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Vertiefung & Praxis

Die Wahl der Feilenform richtet sich nach der zu bearbeitenden Fläche: Flachfeilen für ebene Flächen, Rundfeilen für Bohrungen oder Radien, Dreikantfeilen zum Beispiel zum Nacharbeiten von Ecken.

Die Feile waagrecht führen und den Druck während des Hubs von der vorderen Hand auf die Hand am Heft verlagern – so entsteht eine ebene statt einer gewölbten Fläche. Am Ende jedes Feilstrichs sollte die Feile nicht abrupt abgesetzt werden.

Schritt für Schritt
  1. Werkstück sicher und in passender Höhe im Schraubstock spannen.
  2. Passende Feilenform und Hieb für die Aufgabe wählen.
  3. Feile waagrecht führen und den Druck während des Hubs von der vorderen Hand auf die Hand am Heft verlagern.
  4. Zwischenzeitlich mit Stahllineal oder Messschieber Ebenheit und Maß prüfen.
Lerncheck

Prüfe dich selbst, bevor du zum nächsten Thema wechselst:

  • Erkläre, wann beim Feilen tatsächlich Material abgetragen wird.
  • Nenne zwei unterschiedliche Feilenformen und ihren Einsatzzweck.
  • Beschreibe, wie man eine ebene statt gewölbte Fläche erfeilt.
  • Nenne eine Sicherheitsregel im Umgang mit Feilen.
Frage, Antwort & Zusatzbegriffe

Kontrollfrage: Warum wird beim Feilen meist zuerst mit einem groben und danach mit einem feinen Hieb gearbeitet?

Antwort: Der grobe Hieb trägt schnell viel Material ab und stellt Maß und Form her. Der feine Hieb entfernt danach die groben Riefen und erzeugt eine glatte, saubere Oberfläche.

  • Oberflächengüte: Qualität einer Oberfläche, unter anderem beschrieben durch die Rauheit.
  • Rauheit: Maß für die Unebenheit einer Oberfläche im Mikrobereich.
  • Werkzeug: Hilfsmittel, mit dem Material getrennt, umgeformt oder gefügt wird. Messschieber und Co. zählen fachlich zu den Mess- und Prüfmitteln, auch wenn sie im Werkzeugschrank liegen.

02 Sägen von Hand

Kurz erklärt

Sägen von Hand trennt Werkstücke mit einem gezahnten Sägeblatt, das in eine Bügelsäge gespannt ist.

Die Zähne des Sägeblatts schneiden beim Vorwärtshub kleine Späne ab. Die richtige Zahnteilung, ein gerader Ansatz und ausreichende Spannung des Sägeblatts entscheiden über einen sauberen, geraden Schnitt.

Wofür brauche ich das?Um Rohmaterial oder Werkstücke von Hand auf Länge oder Form zu trennen, wenn keine Maschine nötig oder verfügbar ist.
PraxisbeispielEin Rundstahl wird für ein Übungsstück mit der Bügelsäge auf die vorgegebene Länge abgesägt.
Typischer FehlerMit zu wenig Sägeblattspannung arbeiten – das Blatt verläuft dann leicht und der Schnitt wird schief.

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Für dünne Werkstücke wird eine feine Zahnteilung gewählt, für dickere Werkstücke eine gröbere. Der Ansatz erfolgt am besten mit einer kleinen Anfangskerbe, damit das Sägeblatt nicht seitlich wegrutscht.

  • Sägeblatt so einspannen, dass die Zähne in Schubrichtung zeigen.
  • Am Anfang mit wenig Druck und kurzem Hub ansetzen, dann in vollen, gleichmäßigen Hüben sägen.
  • Werkstück nahe an der Schnittstelle sicher einspannen, um Vibration zu vermeiden.
Mini-Beispiel & Fachbegriffe

Mini-Beispiel: Für ein 20 mm dickes Stahlflachmaterial wird ein Sägeblatt mit mittlerer Zahnteilung gewählt, mit einer kleinen Anrisskerbe angesetzt und anschließend mit gleichmäßigen, vollen Hüben durchgesägt.

  • Bügelsäge (Handsäge): Handsäge mit gespanntem, auswechselbarem Sägeblatt zum Trennen von Metall.
  • Sägeblatt: Auswechselbares Blatt mit Zähnen, das in der Bügelsäge gespannt wird.
  • Zahnteilung: Abstand zwischen den Sägezähnen; entscheidet über Schnittleistung und Oberfläche.
  • Schraubstock: Häufigstes Spannmittel am Werktisch; hält Werkstücke für Feilen, Sägen oder Anreißen sicher fest.
Sicherheit & wichtige Grenzen

Beim Sägen können Hände abrutschen oder Werkstücke sich lösen. Werkstück fest spannen, Finger von der Schnittlinie fernhalten und ein straff gespanntes Sägeblatt verwenden.

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Vertiefung & Praxis

Eine zu grobe Zahnteilung an dünnem Material führt dazu, dass nur ein einzelner Zahn im Eingriff ist und sich an der Kante verhakt – Zähne können ausbrechen oder das Sägeblatt kann brechen. Als Faustregel sollten immer mindestens zwei bis drei Zähne im Werkstück im Eingriff sein.

Ein neues Sägeblatt sollte möglichst nicht in einem bereits begonnenen, alten Schnitt weiterarbeiten, da der schmalere Schnittspalt des abgenutzten Blatts nicht zur volleren Schränkung des neuen Blatts passt – das neue Blatt klemmt und kann brechen.

Schritt für Schritt
  1. Werkstück sicher und nahe an der Schnittstelle im Schraubstock spannen.
  2. Passendes Sägeblatt mit ausreichender Spannung einsetzen.
  3. Schnitt mit kleiner Anrisskerbe und wenig Druck beginnen.
  4. Mit gleichmäßigen, vollen Hüben bis zum Trennen durchsägen.
Lerncheck

Prüfe dich selbst, bevor du zum nächsten Thema wechselst:

  • Erkläre, warum die Zahnteilung zur Werkstückdicke passen muss.
  • Beschreibe, wie ein sauberer Sägeschnitt begonnen wird.
  • Nenne eine Ursache für ein schief laufendes Sägeblatt.
  • Nenne eine Sicherheitsregel beim Sägen von Hand.
Frage, Antwort & Zusatzbegriffe

Kontrollfrage: Warum sollten beim Sägen immer mehrere Zähne gleichzeitig im Werkstück im Eingriff sein?

Antwort: Ist die Zahnteilung im Verhältnis zur Werkstückdicke zu grob, verhaken sich einzelne Zähne zu stark im Material. Das erhöht die Bruchgefahr des Sägeblatts und verschlechtert den Schnitt.

  • Werkstück: Teil, das bearbeitet oder geprüft wird.
  • Grat: Scharfer, unerwünschter Materialüberstand an einer bearbeiteten Kante.
  • Entgraten: Entfernen oder Brechen scharfer Materialüberstände.

03 Messschieber

Kurz erklärt

Der Messschieber ist ein vielseitiges Messmittel für Außen-, Innen- und Tiefenmaße mit Ablesung über eine Nonius- oder Digitalanzeige.

Zwei Schenkelpaare zum Messen von Außen- und Innenmaßen sowie eine Tiefenmessstange decken viele Messaufgaben mit einem einzigen Werkzeug ab. Eine analoge Nonius-Skala erlaubt das Ablesen auf 0,1 mm, 0,05 mm oder 0,02 mm.

Wofür brauche ich das?Um Längen, Durchmesser, Bohrungen oder Tiefen im Werkstattalltag schnell und ausreichend genau zu messen.
PraxisbeispielDer Außendurchmesser einer gedrehten Welle wird mit dem Messschieber kontrolliert, um die geforderte Toleranz einzuhalten.
Typischer FehlerDen Messschieber schräg ansetzen oder verkanten – dadurch wird ein falsches, meist zu großes Maß angezeigt.

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Beim analogen Messschieber zeigt die Hauptskala die vollen Millimeter, die Nonius-Skala je nach Ausführung 0,1 mm, 0,05 mm oder 0,02 mm. Digitale Messschieber zeigen das Ergebnis direkt als Zahl an, ersetzen aber nicht das saubere, rechtwinklige Ansetzen am Werkstück.

  • Messschieber und Werkstück müssen sauber sein, sonst verfälschen Späne oder Öl das Messergebnis.
  • Schenkel rechtwinklig und ohne Verkanten ansetzen, mit leichtem, gleichmäßigem Druck.
  • Nullpunkt bei digitalen Messschiebern vor der Messreihe kontrollieren.
Mini-Beispiel & Fachbegriffe

Mini-Beispiel: Zur Kontrolle eines gedrehten Bolzens wird der Messschieber rechtwinklig an zwei gegenüberliegenden Stellen angesetzt; beide abgelesenen Werte werden mit der Zeichnungstoleranz verglichen.

  • Messschieber: Messmittel zum Messen von Außen-, Innen- und Tiefenmaßen mit Nonius-Skala.
  • Nonius: Hilfsskala am Messschieber, mit der Bruchteile eines Millimeters (je nach Ausführung 0,1 / 0,05 / 0,02 mm) abgelesen werden.
  • Ablesegenauigkeit: Kleinster Wert, den du an der Skala oder Anzeige eines Messmittels noch ablesen kannst (Skalen- oder Ziffernschrittwert). Wie genau das Messmittel tatsächlich misst, sagt erst seine Fehlergrenze bzw. Messunsicherheit.
  • Toleranz: Zulässiger Bereich zwischen Höchstmaß und Mindestmaß (Differenz der beiden Grenzmaße).
  • Messmittel: Gerät zur Ermittlung eines Zahlenwerts.
Sicherheit & wichtige Grenzen

Messschieber nie an rotierenden oder laufenden Maschinenteilen ansetzen. Werkstück und Messmittel erst im sicheren Maschinenzustand zueinanderbringen.

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Vertiefung & Praxis

Neben Außen- und Innenmessschenkeln besitzen die meisten Messschieber eine dünne Tiefenmessstange am Ende, mit der sich Bohrungs- oder Absatztiefen bestimmen lassen.

Die Ablesung hängt vom Messschieber ab: Nonius-Messschieber lassen sich je nach Nonius auf 0,1 mm, 0,05 mm oder 0,02 mm ablesen, Uhr- und Digitalmessschieber zeigen 0,01 mm an. Ihre Fehlergrenze liegt aber typisch bei ±0,02 bis 0,03 mm – die Anzeige ist nicht die Genauigkeit. Für sehr genaue Maße wird deshalb die Mikrometerschraube (Bügelmessschraube) verwendet.

Schritt für Schritt
  1. Messschieber und Werkstück von Spänen, Öl und Grat befreien.
  2. Passende Schenkel (außen, innen oder Tiefenstange) für die Messaufgabe wählen.
  3. Messschieber rechtwinklig und ohne Verkanten ansetzen.
  4. Wert an Haupt- und Nonius-Skala oder Digitalanzeige ablesen und mit der Toleranz vergleichen.
Lerncheck

Prüfe dich selbst, bevor du zum nächsten Thema wechselst:

  • Erkläre, wofür die drei Messfunktionen des Messschiebers jeweils genutzt werden.
  • Beschreibe, wie eine Nonius-Skala grundsätzlich abgelesen wird.
  • Nenne eine Fehlerquelle beim Messen mit dem Messschieber.
  • Nenne einen Grund, das Werkstück vor dem Messen zu reinigen.
Frage, Antwort & Zusatzbegriffe

Kontrollfrage: Warum kann ein schräg angesetzter Messschieber ein falsches Ergebnis liefern?

Antwort: Wird der Messschieber verkantet statt rechtwinklig angesetzt, wird nicht der kürzeste, tatsächliche Abstand gemessen, sondern ein längerer, schräger Weg. Das angezeigte Maß ist dann zu groß.

  • Prüfmittel: Gerät oder Hilfsmittel, mit dem eine Eigenschaft eines Werkstücks überprüft wird.
  • Nennmaß: In der Zeichnung angegebenes Sollmaß ohne Toleranzangabe.
  • Endmaß: Sehr genauer Maßkörper zum Kalibrieren und Prüfen von Messmitteln.

04 Mikrometerschraube (Bügelmessschraube)

Kurz erklärt

Die Mikrometerschraube, auch Bügelmessschraube genannt, misst Außenmaße besonders genau auf ein Hundertstel Millimeter.

Eine feingängige Messspindel bewegt sich beim Drehen der Messtrommel um einen exakt definierten Betrag pro Umdrehung. Über Trommel- und Hülsenskala lässt sich daraus das Maß sehr genau ablesen.

Wofür brauche ich das?Um besonders genaue Außenmaße zu prüfen, wenn die Genauigkeit des Messschiebers nicht ausreicht.
PraxisbeispielDer Durchmesser einer präzisionsgedrehten Welle wird mit der Mikrometerschraube auf ein Hundertstel Millimeter genau kontrolliert.
Typischer FehlerDie Messspindel mit zu viel Kraft gegen das Werkstück drehen – dadurch wird ein zu kleines Maß gemessen und das Messmittel unnötig belastet.

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Die meisten Mikrometerschrauben besitzen eine Ratsche oder Rutschkupplung, die bei einer festgelegten Anpresskraft durchrutscht. So wird jedes Mal mit ähnlichem, sanftem Druck gemessen, was die Wiederholgenauigkeit deutlich verbessert.

  • Vor der Messung immer den Nullpunkt bei geschlossenen Messflächen prüfen.
  • Zum Zudrehen möglichst die Ratsche statt der Messtrommel selbst verwenden.
  • Messflächen und Werkstück müssen sauber und frei von Spänen sein.
Mini-Beispiel & Fachbegriffe

Mini-Beispiel: Vor Beginn der Messreihe wird die Mikrometerschraube geschlossen und der Nullpunkt kontrolliert; erst danach wird der Wellendurchmesser mehrfach gemessen und verglichen.

  • Mikrometerschraube (Bügelmessschraube): Präzisionsmessmittel mit Messspindel; die übliche Ausführung hat einen Skalenwert von 0,01 mm.
  • Messspindel: Bewegliche Spindel eines Messmittels, die sich beim Messen an das Werkstück anlegt.
  • Ablesegenauigkeit: Kleinster Wert, den du an der Skala oder Anzeige eines Messmittels noch ablesen kannst (Skalen- oder Ziffernschrittwert). Wie genau das Messmittel tatsächlich misst, sagt erst seine Fehlergrenze bzw. Messunsicherheit.
  • Messmittel: Gerät zur Ermittlung eines Zahlenwerts.
Sicherheit & wichtige Grenzen

Mikrometerschrauben sind empfindliche Präzisionswerkzeuge. Nicht fallen lassen, nur mit sauberen Händen benutzen und nie mit Gewalt zudrehen.

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Vertiefung & Praxis

Eine Standard-Mikrometerschraube deckt meist nur einen Messbereich von 25 mm ab (z. B. 0–25 mm oder 25–50 mm). Für größere Werkstücke braucht es das passende Messbereichs-Modell.

Weil die Mikrometerschraube so genau misst, wirken sich bereits kleine Fehler wie Verschmutzung, Temperaturunterschiede oder zu hoher Anpressdruck spürbar auf das Ergebnis aus. Regelmäßiges Prüfen mit einem Einstellmaß oder Endmaß sichert die Genauigkeit.

Schritt für Schritt
  1. Nullpunkt bei geschlossenen, sauberen Messflächen kontrollieren.
  2. Werkstück zwischen die Messflächen einführen.
  3. Mit der Ratsche gleichmäßig bis zum Durchrutschen zudrehen.
  4. Maß an Hülsen- und Trommelskala ablesen und dokumentieren.
Lerncheck

Prüfe dich selbst, bevor du zum nächsten Thema wechselst:

  • Erkläre, warum die Mikrometerschraube genauer misst als ein Messschieber.
  • Beschreibe die Funktion der Ratsche.
  • Nenne eine Fehlerquelle bei der Messung mit der Mikrometerschraube.
  • Nenne einen typischen Messbereich einer Standard-Mikrometerschraube.
Frage, Antwort & Zusatzbegriffe

Kontrollfrage: Warum sollte zum Zudrehen die Ratsche statt der Messtrommel verwendet werden?

Antwort: Die Ratsche rutscht immer bei einer ähnlichen, definierten Anpresskraft durch. So wird jede Messung mit vergleichbarem Druck durchgeführt, was Messfehler durch unterschiedlich festes Zudrehen vermeidet.

  • Endmaß: Sehr genauer Maßkörper zum Kalibrieren und Prüfen von Messmitteln.
  • Toleranz: Zulässiger Bereich zwischen Höchstmaß und Mindestmaß (Differenz der beiden Grenzmaße).
  • Prüfmittel: Gerät oder Hilfsmittel, mit dem eine Eigenschaft eines Werkstücks überprüft wird.

05 Anreißen & Spannmittel

Kurz erklärt

Anreißen überträgt Maße aus der Zeichnung als sichtbare Linien und Punkte auf das Werkstück; Spannmittel wie der Schraubstock halten es dabei sicher fest.

Mit Reißnadel, Anreißplatte und Haltemitteln werden Bearbeitungslinien und Bohrungsmitten markiert. Erst ein sicher gespanntes Werkstück erlaubt anschließend präzises und gefahrloses Bearbeiten.

Wofür brauche ich das?Um vor dem Bohren, Sägen oder Fräsen die richtige Lage der Bearbeitung eindeutig festzulegen und das Werkstück sicher zu halten.
PraxisbeispielVor dem Bohren wird die Bohrungsmitte angerissen und mit dem Körner leicht angekörnt, damit der Bohrer beim Anbohren nicht wegläuft.
Typischer FehlerAuf das Ankörnen vor dem Bohren verzichten – der Bohrer setzt dann oft seitlich versetzt an und die Bohrung landet nicht an der geplanten Stelle.

Welches Handwerkzeug passt zur Aufgabe? Im Werkzeugkoffer findest du Funktion, Anwendungsschritte und typische Fehler.

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Die Reißnadel zieht mit ihrer gehärteten Spitze eine feine, gut sichtbare Linie auf das Werkstück. Kreuzende Anrisslinien markieren häufig eine Bohrungsmitte, die anschließend mit dem Körner angekörnt wird. Ein Schraubstock ist dabei das am häufigsten verwendete Spannmittel, um das Werkstück ruhig und sicher zu halten.

  • Anrisslinien nur so tief wie nötig ziehen, damit die Oberfläche nicht unnötig beschädigt wird.
  • Körnerschlag mittig und mit kontrolliertem Hammerschlag setzen, nicht mit voller Kraft.
  • Werkstück im Schraubstock so spannen, dass die zu bearbeitende Stelle frei zugänglich ist.
Mini-Beispiel & Fachbegriffe

Mini-Beispiel: Für eine Bohrung wird zunächst die Mitte mit zwei sich kreuzenden Linien angerissen, die Kreuzungsstelle angekörnt und das Werkstück anschließend fest im Schraubstock gespannt, bevor gebohrt wird.

  • Reißnadel: Werkzeug mit gehärteter Spitze zum Anreißen von Linien auf Werkstücken.
  • Körnen (Ankörnen): Erzeugen einer kleinen Vertiefung mit dem Körner, um Anriss oder Bohrungsmitte zu sichern.
  • Schraubstock: Häufigstes Spannmittel am Werktisch; hält Werkstücke für Feilen, Sägen oder Anreißen sicher fest.
  • Spannmittel: Einrichtung zum Positionieren und Halten eines Werkstücks.
  • Toleranz: Zulässiger Bereich zwischen Höchstmaß und Mindestmaß (Differenz der beiden Grenzmaße).
Sicherheit & wichtige Grenzen

Reißnadel und Körner haben scharfe, gehärtete Spitzen. Werkzeuge kontrolliert führen, Finger aus der Anrisslinie halten und Werkstück beim Ankörnen sicher spannen.

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Vertiefung & Praxis

Auf empfindlichen oder bereits fertig bearbeiteten Oberflächen kann statt der Reißnadel ein weicherer Anreißstift verwendet werden, um unnötige Kratzer zu vermeiden.

Neben dem Schraubstock gibt es weitere Spannmittel wie Spannpratzen oder Maschinenschraubstöcke für Bohr- und Fräsmaschinen. Alle haben denselben Zweck: das Werkstück während der Bearbeitung sicher und lagegenau zu halten.

Schritt für Schritt
  1. Zeichnung lesen und benötigte Maße auf das Werkstück übertragen.
  2. Anrisslinien mit der Reißnadel entlang eines Anschlags oder Lineals ziehen.
  3. Bohrungsmitten oder wichtige Punkte mit dem Körner ankörnen.
  4. Werkstück sicher spannen, bevor die eigentliche Bearbeitung beginnt.
Lerncheck

Prüfe dich selbst, bevor du zum nächsten Thema wechselst:

  • Erkläre, wozu Anreißen vor der eigentlichen Bearbeitung dient.
  • Beschreibe den Zweck des Ankörnens vor dem Bohren.
  • Nenne das gebräuchlichste Spannmittel am Werktisch.
  • Nenne eine Sicherheitsregel im Umgang mit Reißnadel und Körner.
Frage, Antwort & Zusatzbegriffe

Kontrollfrage: Warum wird eine Bohrungsmitte vor dem Bohren angekörnt?

Antwort: Die kleine Vertiefung durch den Körnerschlag gibt der Bohrerspitze beim Anbohren sicheren Halt. Ohne diese Führung kann der Bohrer seitlich wegrutschen und die Bohrung an der falschen Stelle ansetzen.

  • Werkstück: Teil, das bearbeitet oder geprüft wird.
  • Arbeitsplan: Dokument, das alle Arbeitsschritte in ihrer Reihenfolge mit Maschine, Werkzeug, Spannmittel, Schnittdaten und Prüfmittel festlegt.
  • Bohren: Spanendes Verfahren zur Erzeugung einer zylindrischen Bohrung.